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Forschen4 bis 6 Jahre

27. August 2026 · 8 Min. Lesezeit

Forschen wie die Grossen: Naturwissenschaft im Kindergartenalltag

Einfache Experimente mit Wasser, Licht, Pflanzen und Magneten wecken Forschergeist.

Kinder untersuchen Wassertransport, Magnetismus und Lichtbrechung an einem Forschertisch.
KI-generierte Illustration: Kinder untersuchen Wassertransport, Magnetismus und Lichtbrechung an einem Forschertisch.

Forschen beginnt mit einer echten Frage. Vorhersagen duerfen verschieden sein; Fotos, Zeichnungen und Kinderzitate sichern Beobachtungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Forschen beginnt mit einer beobachtbaren Frage, nicht mit einem spektakulären Vorführexperiment.
  • Vorhersagen dürfen unterschiedlich und falsch sein; wichtig ist, wie Kinder ihre Ideen prüfen.
  • Zeichnungen, Fotos, Messungen und Kinderzitate machen Veränderungen über Zeit sichtbar.
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Von der Kinderfrage zur Untersuchung

«Warum ist der Schatten heute länger?» ist ein guter Ausgangspunkt, weil die Gruppe wiederholt beobachten kann. Die Fachperson muss die Erklärung nicht vorwegnehmen. Sie hilft, die Frage prüfbar zu machen: Wo markieren wir den Schatten? Wann schauen wir wieder? Was bleibt gleich?

Ein klarer Forschungszyklus gibt Orientierung: Frage sammeln, Vermutungen sichtbar machen, untersuchen, Beobachtungen festhalten und gemeinsam zurückschauen. Das Ergebnis kann eine neue Frage sein. Wissenschaftliches Lernen bedeutet nicht, dass alle dasselbe vorhersagen.

02

Beobachten ist mehr als anschauen

Kinder vergleichen, sortieren, zählen, messen und beschreiben. Eine Lupe oder ein Magnet ist nur dann hilfreich, wenn er eine Frage genauer untersuchbar macht. Fachbegriffe wie schwimmen, magnetisch, durchsichtig oder verdunsten werden an der beobachteten Erfahrung eingeführt, nicht als Vokabelliste davor.

Dokumentation darf leicht bleiben. Ein Foto aus derselben Perspektive, ein Strich auf einem Messband oder die Aussage «Heute sind drei Blätter offen» reicht. Später legt die Gruppe Spuren nebeneinander und sucht nach Veränderung und Muster.

  • Eine veränderbare Bedingung
  • Eine sichtbare Form der Dokumentation
  • Zeit für Vergleich und neue Fragen
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Sicherheit und ehrliche Grenzen

Lebensmittel, Strom, Feuer, Chemikalien und kleine Teile brauchen eine bewusste Risikoprüfung. Und wenn niemand die Antwort kennt, ist «Das weiss ich noch nicht» fachlich stark. Gemeinsam kann eine geeignete Quelle gesucht oder eine Fachperson gefragt werden; Vermutung und gesichertes Wissen bleiben unterscheidbar.

Forschen

Drei Ideen für den Alltag

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Schwimmen und Sinken

Material, Form und Vorhersage werden mit einer klaren Beobachtung verbunden.

So geht es

  1. 1.Fünf wasserfeste Gegenstände auswählen.
  2. 2.Vorhersagen mit Foto oder Symbol festhalten.
  3. 3.Einzeln testen, Beobachtung benennen und nach Eigenschaften sortieren.
02

Schatten beobachten

Wiederholte Markierungen zeigen, dass Licht, Ort und Zeit zusammenhängen.

So geht es

  1. 1.Einen festen Gegenstand und Beobachtungsort wählen.
  2. 2.Schatten morgens und mittags umranden oder fotografieren.
  3. 3.Länge und Richtung vergleichen, dann eine nächste Vorhersage machen.
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Magnet-Suche

Eine Suchaufgabe wird zur Materialuntersuchung, wenn Vermutungen dokumentiert werden.

So geht es

  1. 1.Sichere Objekte aus unterschiedlichen Materialien sammeln.
  2. 2.Zuerst nach Vermutung sortieren.
  3. 3.Testen und nach Material statt nur nach Treffer neu ordnen.